Kooperation Akteure

Die Zusammenarbeit und Kommunikation der beteiligten Fachpersonen gilt als grundlegender Faktor für gelingende Platzierungsprozesse.

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Die Arbeitszusammenhänge sind interdisziplinär und werden von verschiedenen Institutionen und gesetzlichen Rahmungen geprägt. Beim Zusammenwirken der Fachpersonen müssen immer die Perspektiven und das Wohl der betroffenen jungen Menschen und ihrer Bezugssysteme besonders berücksichtigt werden.

Am Wohl der jungen Menschen ausgerichtet

Ausserfamiliäre Platzierungen sind darauf ausgerichtet, das Wohl von jungen Menschen in speziellen Lebenslagen sicherzustellen. An den Platzierungen sind – je nach Fallkonstellation –eine Reihe von Akteurinnen und Akteuren mit unterschiedlichen Rollen und rechtliche Auflagen beteiligt (vergleiche Angeordnete Platzierungen, sowie Nichtangeordnete Platzierungen).

Damit die jeweilige Platzierung positive Wirkungen entfalten kann, kommt dem auf das Kindeswohl ausgerichteten Kooperationsarrangement der beteiligten Institutionen und Fachpersonen eine zentrale Bedeutung zu.

So geht es in Platzierungsprozessen nicht nur darum, reibungslos zusammen zu arbeiten. Es muss darüber hinaus immer darauf geachtet werden, dass sich die Fachpersonen in ihrem Zusammenwirken nicht gegenüber Wünschen und Hinweisen der jungen Menschen und ihrer Bezugssysteme abschotten.

Kinder und Jugendliche als Experten gewinnen

Die "Administration des Einzelfalls" darf im demokratischen Rechtsstaat nicht zur Bevormundung der Bürger führen. Im Idealfall werden die Kinder und Jugendlichen als Experten für ihre Lebenssituation gewonnen und immer wieder in den Abläufen der Zusammenarbeit gehört und dazu befähigt, Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen.

Die Kooperationsarrangements der beteiligten Akteure müssen demnach immer auf die individuellen Beteiligungsrechte der jungen Menschen und ihres Bezugssystems ausgerichtet sein. Diese Grundhaltung, die sich auch im konkreten Handeln niederschlagen muss, beugt einem von der Lebenswirklichkeit der betroffenen Menschen losgelösten, administrativen Handeln vor.

Die Zusammenarbeit und Kommunikation bei Fremdplatzierungen findet institutions- und professionsübergreifend statt. In der Forschung hierzu werden Aspekte genannt, die hinderlich für eine effektive Zusammenarbeit von Institutionen und Professionen in übergreifenden Kooperationsarrangements sind. Als Herausforderung gelten (vgl. Schrödter/Ziegler 2007, S. 14f):

  • Starke Unterschiede in den Kulturen, Terminologien, Haltungen und Einstellungen der beteiligten Professionen
  • Fehlende eindeutige Konfliktlösungsmechanismen zwischen den beteiligten Professionellen und Institutionen
  • Mangelnde Klarheit von Rollen, Zuständigkeiten, Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Befugnissen, Kompetenzen und Grenzen

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