Zusammenarbeit bei Fremdplatzierungen

Zusammenarbeit Sub2

Grundlegend wichtig ist es, dass die interprofessionelle Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Institutionen geklärt ist. So müssen beispielsweise in den Heimen Fachpersonen der Sozialpädagogik, Agogik, Lehrpersonen und Ausbildnerinnen und Ausbildner etc. systematisch zusammenwirken, um die jungen Menschen angemessen betreuen zu können.

In den KESB ist die multiprofessionelle Zusammenarbeit Teil der fachlichen Ausrichtung der Behörde (vgl. Rosch et al. 2016, RN 171).

In der Jugendstrafrechtspflege ist die interne Zusammenarbeit von Fachpersonen der Justiz und Sozialarbeit klar geregelt, doch bedarf es auch hier der begrifflichen Abstimmung zwischen den Professionen.

Die Zusammenarbeit mit Fachpersonen unterschiedlicher Professionen aus verschiedenen Institutionen, wie dies bspw. zwischen KESB, Mandatspersonen, Heimen, Schulen, DaF etc. der Fall ist, stellt eine grössere Herausforderung dar: Hier müssen die unterschiedlichen Aufgaben und Rollen der Institutionen sowie auch die verschiedenen Sichtweisen der Professionen verstanden und berücksichtigt werden.

Auch ist hier die Rolle der fallführenden Fachperson bzw. der Beistandschaft als zentrale Koordinationsstelle wichtig. Aus diesem Grund sind in einzelnen Kantonen und punktuell auf regionaler oder auch örtlicher Ebene Grundlagendokumente zur Zusammenarbeit entstanden (z.B. im Kanton Bern zwischen Mandatstragenden und der Pflegekinderaufsicht).

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